Meine Reise nach St. Petersburg war gewiss eine Reise, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Ein Erlebnis ganz besonderer Art, wofür zweifellos die Stadt selbst verantwortlich ist. Die faszinierenden Gebäude und Sehenswürdigkeiten, an denen man einfach nicht vorbei gehen kann ohne ihnen vorher für einen Moment seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Die russischen Zaren hatten Geschmack, alleine der Winterpalast mit der berühmten Eremitage machen dies deutlich. Den Peterhof, ein wenig außerhalb der Stadt liegend muss man einfach gesehen haben, vor allem wenn man eine Schwäche für schöne Gärten hat. Der Park besteht aus mit Gold verzierten Brunnen, wie ich sie noch nie vorher gesehen habe. Auch die vielen prunkvollen Kirchen in St. Petersburg bringen einen immer wieder zum Staunen. Eine Kirche, genannt die Auferstehungskirche zog mich besonders in ihren Bann. Sobald ich in ihrer Nähe war konnte ich meinen Blick gar nicht mehr von ihr lassen. Sucht man nach einer Möglichkeit um billige, hübsche Souvenirs zu kaufen ist man auf dem Markt gegenüber der Auferstehungskirche übrigens genau richtig.
Die Freundlichkeit der St. Petersburger lässt sich kaum abstreiten, vor allem dann, wenn sie etwas verkaufen wollen. Empfehlenswert ist die traditionelle russische Küche, die man wohl entweder lieben oder hassen muss. Da ich in der Schule Russisch gelernt habe war es mir immer eine Freude die Geduld der Kellner mit meinen Kenntnissen auf die Probe zu stellen. Überall habe ich versucht so viel wie möglich vom Gesprochenen der Stadtbewohner auf zuschnappen, oder Werbeplakate, an denen es dort garantiert nicht mangelt zu lesen.
Auf die Autofahrkünste der Einwohner sollte man sich vernünftigerweise nicht verlassen, Zebrastreifen und Fußgängerampeln halten sie nämlich für völlig überflüssig. Und noch ein Rat den ich geben möchte: Passt auf eure Handtaschen auf, wenn ihr mit der Metro unterwegs seit! Die Taschendiebe in St. Petersburg sind schnell und äußerst raffiniert! Das Fahren mit der russischen U- Bahn ist auf jeden Fall ein Abenteuer, das einem die heimischen Verkehrsmittel richtig langweilig erscheinen lassen. Diese Tatsache vermindert jedoch nicht den Reiz in der Innenstadt unterwegs zu sein. Vor allem abends, beim Durchstreifen der beleuchteten Stadt fällt es einem schwer Russland weiterhin nur noch mit Kommunismus und Armut zu verbinden. Man muss diese Stadt einfach gern haben!
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