Im Juli hatte ich die einzigartige Gelegenheit, nach Spanien zu fliegen und mir Sevilla anzuschauen, eine Stadt in Südspanien. Sie ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla. Nach einer späten Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet. Das erste, was ich mir ansehe, nennt sich Barrio Santa Cruz und ist ein Stadtteil, der früher einmal das Viertel der Mauren und Juden war. Die berühmte Kathedrale, die drittgrößte der Welt, mit ihrem Turm, genannt Giralda, ein Überbleibsel der Moschee. Der Turm ist das Wahrzeichen er Stadt. Nach der Rückeroberung der Stadt durch die Christen im 11. Jahrhundert begann man mit dem Bau der heutigen Kathedrale. Ich hörte davon, dass es in Sevilla eine alte Tabakfabrik gibt und machte mich auf den Weg dorthin. Errichtet im 18. Jahrhundert, wurde sie vor allem durch die Oper Carmen berühmt. 1929 wurde die Fabrik zur Universität umgewidmet. Sehenswert ist sie deshalb, weil sich auch Skulpturen und eine Kapelle in ihr enthalten.
Danach besichtige ich ein Archäologisches Museum, in dem man eine interessante Sammlung von archäologischen Funden der Provinz vorfindet. Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken zählt der "Schatz von Karambol". Ich lasse mir erzählen, dass es auch Objekte aus der römischen Stadt Ità lica, unter anderem Statuen der "Venus", "Diana" und des "Merkur" zu bestaunen gibt.
Ich habe vorerst genug von engen Gässchen und archäologischen Funden und bereite mich auf den Ausflug nach Santiponce, mit den großen Ruinen von Italica, vor. Der Ort befindet sich nur 8km von Sevilla entfernt und mein Reisepartner und ich beschließen, den Weg mit dem Rad zurückzulegen. Wir besichtigen auch das Kloster von San Isidoro del Campo, das berühmt ist für seine eindrucksvollen Fresken.
Schon hungrig, begeben wir uns in eine von zahllosen Bars, wo Tapas, Huevas und Caracoles angeboten werden. Der Sprache nicht mächtig, bestellen wir trotzdem mutig alle drei Gerichte. Wir merken, dass Tapas nur für den kleinen Hunger angeboten werden, Huevas Fischeier mit Mayonnaise und Caracoles Schnecken mit pikanter Sauce sind.
Eine Erfahrung reicher, nämlich beim nächsten Spanienbesuch diese drei Gerichte nicht mehr zu bestellen, begeben wir uns in Sevilla`s Nachtleben. Man sagt, die Bewohner Sevillas "leben auf der Straße", was soviel heiß wie dass ein typischer Sevillano seine Wohnung eigentlich nur betritt, um zu essen und zu schlafen. Wir wandern ins Zentrum, vor allem rund um die Iglesia del Salvador und in der Zone Alfalfa oder in der Zone Alameda de Hercules findet man gut besuchte Lokale.
Da unser Spanienausflug nur zwei Tage dauert, fahren wir nach dem letzten Bier wehmütig in unser Hotel, da wir wissen, dass der morgige Tag unser Abreisetag ist.
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