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Unsere Reise beginnt auf einem Berg, 6Uhr in der Früh, Mitteleuropäische Zeitrechnung. Wandern ist an solchen Tagen nur noch in den Dämmerstunden möglich. Es ist heiß, zu heiß. Von Osten her schauen wir über den Dnjepr auf das Stadtzentrum. Kiew ist eine herrliche Stadt, sie ist grün. Dicht bewaldete Uferhänge so weit das Auge reicht, Goldkuppeln, die bis in den Himmel glänzen. Mit dem Fernglas sind sogar die alten Kirchenglocken zu erkennen. Und auch die vielen Flussbrücken verleihen der Stadt eine gewisse Orientierungsstruktur; vier Straßen für Autos, zwei Eisenbahnlinien und eine Fußgängerverbindung mit der Insel Truchaniv. Dieser drittlängste Fluss Europas liegt still an diesem Morgen und teilt die Stadt in zwei Hälften. Vor uns liegt das Ostviertel, das Wohnviertel, in dem die Mehrzahl der 2,6Millionen Einwohner leben. Darüber hinaus, im Westlichen Teil der Stadt erstreckt sich das alte Viertel mit all seinen Sehenswürdigkeiten und historischen Schätzen. Allein für diese Entdeckungstour lohnt sich ein Besuch in der Hauptstadt der Ukraine.
Kiew scheint aber keinesfalls nur eine Stadt mit alter Bausubstanz und historischer Anziehung zu sein. Es ist 6Uhr30, die Stadt erwacht und nur langsam erahnen wir, was für eine Metropole wir besuchen. Das Leben pulsiert, die alte Sowjetzeit ist längst Geschichte und neugierig, selbstbewusst blicken auch die reichen Geschäftsleute aus ihren Hochhausapartments auf den Fluss, seine Ufer und den nicht abreißenden Verkehr. Kiew entwickelt sich rasch und ist mit Recht eines der interessantesten neuen Metropolen im Osten.
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