Europa Reiseberichte

Frankreich

La Vie En Rose

Dass man mit Englisch nicht weit kommt im Land der Franzosen, ist weithin bekannt. Aber – hey – man kann damit überleben. Bis auf diesen Tränendrüsendrücker, der in dem nicht frankophilen Urlauber bei der ersten Begegnung die Ahnung aufkommen lässt, gar nicht wirklich erwünscht zu sein, ist Frankreich sensationell schön. In welche Region das Auge auch blickt, über die Weinberge der berühmten Bretagne, an die Côte d’Azur, nach Paris oder mitten ins Landesinnere: die Pflanzen gedeihen üppig, es liegt überall ein besonders betörender Duft in der Luft und irgendwie schmeckt eine normale Jause mit Käse und Brot wie der delikateste Schmaus, der einem je serviert wurde, und das Rotwein Trinken am Nachmittag. Wie die Sonne seine Farbe zur Geltung bringt und den Glasrand zum Glitzern. Fast wie das Wasser, das die Yachten in St. Tropez umschifft. Das Meerwasser funkelt an den Sonnentagen mit den Brillianten der honorigen und wohlhabenden Gäste um die Wette.

Wenn die Filmfestspiele in Cannes stattfinden, glitzern nur mehr die Relings der großen Boote, denn dann ist vom Wasser aufgrund des Besucheransturms fast nichts mehr zu sehen. Kultur wird groß geschrieben in diesem Land, die französische Literatur, der Film, die Musik und die Malerei haben eine lange und beeindruckende Tradition.

Bei der Begegnung mit den Menschen möchte man fast meinen, dass sich dieser Ausdruck der Kunstfertigkeit in jedem von ihnen, wenn auch nur subtil, widerspiegelt. Vielleicht macht das auch die besondere Attraktion aus, die Männer wie Frauen dort zu versprühen wissen. Vielleicht ist das auch der Nährboden für das viel gerühmte, romantische Lebensgefühl des Landes.

Das Leben in Frankreich schmeckt voll und süß und Esprit umweht die Wege, die sich vor einem auftun.





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